Echtzeit-Analysen von Tweets zum aktuellen Bundestagswahlkampf

12 August 2021

Das dtec.bw-Projekt »SPARTA – Society, Politics and Risk with Twitter Analysis« an der Universität der Bundeswehr München analysiert riesige Twitter-Datensätze in Echtzeit. Zur Bundestagswahl werden der Öffentlichkeit ganz aktuelle und dynamische Einblicke in die öffentliche Wahrnehmung der politischen Parteien und Kandidierenden auf Twitter, sowie deren Themenschwerpunkte gegeben.

SPARTA begleitet ab dem 11. August den diesjährigen Bundestagswahlkampf, wie er sich auf Twitter darstellt. Erstmals werden die Tweets zur Bundestagswahl, die Accounts der Bundestagsparteien und ihrer Spitzenkandidierenden in Echtzeit für den Wahlkampf ausgewertet. Die Auswertungen sind ab sofort unter dem Link www.dtecbw.de/sparta für die Öffentlichkeit verfügbar.

„Wir wollen mit unserer Anwendung ein breites Publikum erreichen und über den Wahlkampf auf Twitter informieren. Wir zeigen mit intuitiven Visualisierungen wie die Stimmung auf Twitter gegenüber Parteien und Kandidierenden ist. Wir analysieren auch, was die viel debattierten Themen und – typisch Twitter – die Hottest Hashtags sind.“ – Prof. Dr. Jasmin Riedl, Projektleiterin von SPARTA. 

Echtzeit-Analysen von Twitter-Daten haben immer noch Seltenheitswert. Im schnelllebigen, digitalen Zeitalter ergänzen aber gerade Analysen der Sozialen Medien die bekannten Wahlumfragen. Social Media Analytics gibt sowohl dynamische Einblicke in die Stimmungen der Nutzerinnen und Nutzer dieser Medien, als auch in den digitalen Wahlkampf der Parteien und Kandidierenden.

„Spätestens seit 2017 sind auch Soziale Medien Austragungsorte, in denen Wählerstimmen gewonnen oder verloren werden. Wenn wir daran denken, dass der Straßenwahlkampf durch Corona immer noch eingeschränkt ist, wird sich das vermutlich 2021 noch verstärken.“ – Dr. Wiebke Drews, verantwortet das Teilprojekt zur Bundestagswahl 2021. 

Im Projekt SPARTA engagiert sich ein interdisziplinäres Team aus Politikwissenschaften und Informatik, um eine hochmoderne Infrastruktur für die Analyse von Twitter-Daten aufzubauen. Das Team setzt sich zusammen aus Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftlern von der Universität der Bundeswehr München (UniBw M) und der Industrieanlagen-Betriebsgesellschaft mbH (IABG). Inhaltlich befasst sich SPARTA im ersten Schritt mit der Erforschung von Wahlen und im weiteren Projektverlauf außerdem mit gewaltsamen Ausschreitungen (Riots). 

Das Live-Monitoring der Bundestagswahl auf Twitter ist ab dem 11. August 2021 unter www.dtecbw.de/sparta einsehbar.

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Ansprechperson:

Prof. Dr. Jasmin Riedl
Professur für Politikwissenschaft
unter bes. Berücksichtigung der Innenpolitik und der Vergleichenden Regierungslehre
Universität der Bundeswehr München
Institut für Politikwissenschaft

Telefon: +49 (0)89 6004-4532
Mail: jasmin.riedl@unibw.de

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Bildquellen: © iStockphoto/juststock / Universität der Bundeswehr München